San Francisco

Geschafft, am frühen Nachmittig passierten wir die Golden Gate. Herrlicher konnte das Wetter nicht sein, strahlend blauer Himmel und Sonne pur. Peters großes Erlebnis, einmal unter der Golden Gate herzusegeln ist sein Wunsch gewesen, er ist somit in Erfüllung gegangen. In der Marina Pier 39, mitten in der Stadt machten wir fest. Nur ein paar Schritte waren es, um im Touri-Dorf zu sein, mit vielen Attrakionen, Restaurands und Souvenirläden. Am Eingang stand schon um diese doch frühe Jahreszeit ein riesig großer Weihnachtsbaum über und über geschmückt. Einen ersten Eindruck verschafften wir uns noch am ersten Abend über “das Nachtleben” hier (es wird schon kurz nach 5 dunkel). Überall Jubel, Trubel in gleißendem Licht. War schon sehr beeindruckend.

Drakes Bay

Da wir mit auflaufendem Wasser in die Bucht nach San Francisco einlaufen wollten, machten wir noch für diese Nacht einen kurzen Zwischenstop in der Drakes Bay und legten uns hier vor Anker. Den nächsten Tag gings weiter zur Golden Gate.P1010933

Bodega Bay

Wieder geht es 250 sm weiter zur Bodega Bay, eine schöne, sehr geschützte Bucht. Mittlerweile ist es schon ganz schön kalt nachts auf dem Wasser um diese Jahreszeit. Kurz nachdem wir festgemacht hatten, kam dichter Nebel auf, der sich auch den ganzen nächsten Tag hielt. Mehrere kleine Marinas, sowie auch Wohnmobielstellplätze waren um uns rum. Direkt vor unserem Hafen waren 2 Ausflugslokale, mit Krabben, Fisch und Austern im Angebot.
Durch die Dünen ging ein Trail zur anderen Seite der Bucht, ans offene Wasser. Hier war eine recht wilde Küste mit viel angespültem Holz auf dem breiten Sandstrand. Unser Stammplatz war an einer selbstgebauten kleinen Hütte aus Holzstämmen, wo wir uns einen bequemen Sitzplatz bauten.

Cresent City

Ein kurzes Wetterfenster hatten wir, um nach einem Tag und einer Nacht, morgens in Cresent City anzukommen. Dieser Hafen war hier der Erste, der keine Barre hatte, also man konnte ihn jederzeit anlaufen.
2011 wurde der Hafen von einer Tsunamiwelle zerstört und war danach wieder ganz neu aufgebaut worden, wie es hieß, tsunamisicher. Um uns rum waren in diesem Hafen nur große Fischerboote, wir waren das einzige bewohnte Segelschiff. Nach dem letzten sehr belebten Hafen, kam man sich hier etwas verloren vor.
Das Hafenrestaurant mit Pub gefiel uns sehr gut, hier war selbst das Bier auch mal günstig.
Im Ort fanden wir sehr gute Einkaufsmöglichkeiten, auch einen Grosserie Outletstore fanden wir hier, der äußerst günstig und gut bestückt war.

Coos Bay

Der nächste Stop war der Hafen Coos Bay. Auch hier herrschte reges Treiben, vor allem an unserem Steg (Gästesteg). Der Sport Nr. 1 war hier wieder das Crabbing. Mit Stuhl, Kaffeebecher und Krabbenkorb (Drahtgeflecht mit Mittefach für den Köder, Hähnchenteile oder Fisch) ausgestattet, setzte man sich schon so gegen 8 Uhr am frühen Morgen bei uns auf den Steg und warf den Korb ins Wasser. Nach einiger Zeit begutachtete man seinen Fang. Krabben die nicht groß genug waren, wanderten wieder ins Wasser.

Newport

Nach 2 Tagen erreichen wir Newport. Vor dem Hafen ist eine Barre, die man bei Hochwasser und Slack passieren sollte. So muß auch das Ankommen geplant werden.
Newport ist ein belebter Hafen. Viele Angelboote und Fischerboote sind hier noch unterwegs, auch der angrenzende Wohnmobilplatz ist noch sehr gut besucht. Wir nutzen diesen Stop, um Wäsche zu waschen und unsere Vorräte aufzufüllen. In diesem Hafen ist crabbing wieder die Hauptatraktion. Alles ist ist Krabbenkörben bewaffnet auf dem Steg zum großen Fang.

Neah Bay

Jetzt soll es los gehen nach San Francisco. Wir dachten die gesamte Strecke in einem segeln zu können, aber es ist nicht möglich, die Wetterverhältnisse um diese späte Jahreszeit lassen es nicht zu, immer nur 2-3 Tage ist die Wettervorhersage beständig.
In der Neah Bay bleiben wir für die Nacht vor Anker liegen, um am frühen Morgen lossegeln zu können. Das Wetter ist sehr ruhig und wir runden Cape Flattery dann am Morgen.

Port Angeles

Die Zeit drängt, wir wollen ja noch nach San Francisco, also müssen wir weiter. Heute ist ein sehr ruhiger Tag und wir überqueren die Juan Fuca Strait, auch keine großen Kähne kreuzen unseren Weg. Dann laufen wir in Port Angeles ein. Von weitem sieht man den Qualm der Industriestadt. Hier müssen wir hin, um wieder bei den Amerikanern einzuklarieren. Alles ist hier easy. Im Hafen steht ein blaues Telefon, um die Coast Guard anzurufen und um unsere Angaben zur Wiedereinreise in die USA durchzugeben. Ein Officer kam noch kurz vorbei und warf einen Blick auf unsere Papiere, aber war sofort schon wieder weg. Er machte uns noch auf das Crab Festival aufmerksam, welches an diesem Wochenende hier stattfindet.
Wir gehen in den Ort, um uns das Crab Festival anzusehen, was hier am Wasser sich befindet. Viele kleine Verkaufsstände und alles was mit Crabs zutun hat ist hier zu finden. In einem Wasserbecken kann man die Crabs mit der Angelschnur fischen oder sie liegen auf dem Teller zum Verzehr.

Victoria

Nachdem wir Vancouver verlassen haben, liegen wir für einen Zwischenstopp in Port Browning vor Anker. Bleiben hier aber nur einen Tag und fahren dann weiter nach Victoria. Eine, man kann schon sagen, prunkvolle Stadt, mit vielen alten Gebäuden. Direkt vor dem Empress Hotel finden wir im Hafen einen Liegeplatz.
Obwohl es schon Abend ist, machen wir noch einen kleinen Erkundungsgang durch die Stadt. Viele Gebäude hier erstrahlen in tollem Licht, schon schön anzusehen. Selbst die Kutschen hier fahren mit Lichtern geschmückt durch die Straßen.
Obwohl Victoria eine große Stadt ist, gibt es hier nicht moderne Hochhäuser und auch sonst strahlt die Stadt viel mehr Gemütlichkeit aus.

Vancouver

Früh geht es heute los, wir wollen nach Vancouver. Ein langer Segeltag, immer noch herrliches Wetter. Am Abend erreichen wir dann Vancouver und zwischen den beiden Brücken in der Marina FishermanŽs Wharf, machen wir fest. Statt des Nadelwaldes in einer Bucht, um uns rum Hochhäuser. Ein sehr netter Hafenmeister hier.
Da wir hier sehr zentral liegen, können wir zu Fuß viel erkunden, in einer dreiviertel Stunde sind wir in der Stadt, allerdings müssen wir immer über eine der Brücken gehen.
Schön ist, auf der gegenüberliegenden Seite, der Weg direkt am Wasser und Strand entlang. Hier ist es sehr blebt, viele Leute sind hier bei dem schönen Wetter unterwegs, so wie wir und ein paar ganz harte gehen ins Wasser. Bei Cactus, an der hier angesagten Strandbar, genießen wir einen Sundowner.